13. 06. 2017 Michael Schmitz

FC ASZ : FC WOZ 6:2 / 10. August 2013: Was macht eigentlich...?

Dieser Artikel zeigt «die Schweizer Asylpolitik auf einem Mannschaftsfoto», wie Kaspar Surber (WOZ) treffend bemerkt.

Bild: 2017-06/bildschirmfoto-2017-06-13-um-17.04.49.jpg

Hinten [von links nach rechts] 1) in der Schweiz; 2) verheiratet in Frankreich; 3) studiert in Portugal; 4) niemand weiss, wo er ist; 5) in der Schweiz; 6) untergetaucht in Italien; 7) ausgeschafft nach Togo; 8) in der Schweiz; 9) Aufenthaltsort unbekannt; 10) in der Schweiz | Vorne [von links nach rechts] 1) ausgeschafft nach Guinea-Bissau; 2) in der Schweiz; 3) in Spanien; 4) in der Schweiz; 5) in der Schweiz; 6) ausgeschafft nach Nigeria (Foto: ASZ)

Es ist ein wunderschöner Sommertag im August 2013: Auf der Sportanlage Buchlern in Zürich-Altstetten kommt es zum Showdown zwischen dem FC WOZ und dem FC ASZ, der sich seit Wochen in Hochform befindet. Unter grossem Jubel seiner Fankurve trägt der FC ASZ einen diskussionslosen 6:2-Sieg davon. Noch heute – fast vier Jahre später – grämen sich WOZ-Mitarbeitende über die Fehlpässe, die sie für ihre Pleite verantwortlich machen. Doch was ist aus den damaligen «Stars» des FC ASZ geworden?


Die Geschichte dieses Fotos und seiner Protagonisten steht beispielhaft für die erzwungene Flüchtigkeit der Beziehungen an unserer Schule.


Das Foto zeigt: Nur noch wenige sind bei der ASZ oder überhaupt noch in der Schweiz. Einige wurden ausgeschafft, andere sind mehr oder weniger spurlos verschwunden oder haben ihr Glück anderswo gefunden. Die Geschichte dieses Fotos und seiner Protagonisten steht beispielhaft für die erzwungene Flüchtigkeit der Beziehungen an unserer Schule: Wer heute ganz selbstverständlich ein Freund oder eine Freundin und eine tragende Säule des Projekts ist, kann morgen schon weg sein. Die Gesetze des Staates sind gnadenlos. So ist unsere «schöne kleine Welt» an der ASZ immer bedroht – und dies verdeutlicht uns die Notwendigkeit, auch im politischen Rahmen und in der Öffentlichkeit für einen grundlegend anderen Umgang mit Migration zu kämpfen.

Mitarbeit: Sadou Bah

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