15. 06. 2017 Ola Ahmad

Zusammenstoss der Tyrannen

Haben wir unser Leben noch oder haben wir es in einem gefälschten freien Moment verloren?

Ein Gedicht

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Unser Leben ist sehr schön und ruhig. Deshalb sind wir fröhlich und optimistisch. Und es ist auch alles in Ordnung .

Unser Leben ist unsere Habe … Halt!

Sind Sie überzeugt von dem, was Sie gelesen haben?

Haben Sie «unser Leben» gesagt?

Dieses «unser» − ist es richtig an dieser Stelle?

Haben wir unser Leben noch oder haben wir es in einem gefälschten freien Moment verloren?

Gehört unsere Realität noch uns? Oder sind wir darin überflüssig?

Liegen unsere Entscheidungen noch in unserem Händen oder gehören sie den anderen?

All diese Fragen flattern in dieser herben Welt umher, die von Personen geführt wird, die allein auf der Erde leben wollen.

Die Wörter meiner Fragen sind einfach und simpel und die Antworten werden vielleicht auch einfach sein, aber die Frage wirft sich selbst nochmals auf.

Gehört dieses «unser» wirklich uns?

Warum klammern sich so viele Menschen ans Leben?

Was bringt sie dazu, sich tiefer ins Leben zu stürzen?

Ist es ihr langweilger Tagesablauf? Oder ihre Beziehungen und vorgespielten Gespräche?

Oder ist es ihr Pech und ihr Pseudo-Lachen?

Nein … es sind bestimmt ihre vermessenen Träume.

Bin ich die einzige Person, die die Schönheit des Lebens nicht sieht, oder haben sie Angst , dass sie in die Wahrheit fallen werden, wenn sie diese aussprechen?

Weil das Leben einfach so ist, «unser Leben».

Wenn wir darüber nachdenken , setzt es das Schwert seiner Lasten an unseren Hals. Wenn wir es ignorieren und uns einfach mit ihm gehenlassen ohne Widerspruch, begrüsst es uns und gibt uns irgendeine kleine Freude , die keinen Sinn hat.

Ist es denkbar, dass wir in diesem Leben eine Rolle spielen oder ergänzen wir bloss die Szenerie?

Wie Puppen … Wie Laub im Herbst … Wie Zigarettenkippen der Passanten … Wie Leichen…

Ihr seid über uns getrampelt. Ihr habt euch auf uns versammelt. Ihr habt unser «unser» geraubt.

Wir sind ziellos. Unsere Kinder sind obdachlos. Unsere Geliebten sind leblos. Unsere Gärten sind dekoriert mit Feuer. Unser Himmel ist geschmückt mit Flugzeugen, und unsere Strassen ertrinken im Blut.

Wir wussten nicht, dass wir auf einem anderen Planeten leben müssen.

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