Ich verstehe oft nicht, was die Leute sagen. Zweimal kann ich fragen, aber beim dritten Mal wird es schwierig. Und manchmal tue ich so, als hätte ich es verstanden.
Wenn alle Leute lachen, sitze ich oft still da und fühle mich allein.
Es ist auch schwierig für mich zu sprechen. Ich kann nur Sätze sagen, die ich vorher im Kopf vorbereitet habe. Wenn es mir zu schwierig wird, sage ich oft nichts.
Ausserdem werde ich nervös, wenn mich jemand direkt anschaut, und ich kann mich dann noch schlechter konzentrieren. Dann vergesse ich manchmal sogar die Wörter, die ich eigentlich kenne.
In meinem Land schaut man beim Sprechen dem Gegenüber nicht die ganze Zeit ins Gesicht. Man schaut eher nur kurz hin und dann wieder weg. Deshalb bin ich es nicht gewohnt, dass mich jemand lange direkt anschaut.
Aber ich finde das nicht schlecht. Ich habe das Gefühl, dass mein Gegenüber mich verstehen möchte und sich fragt, was mit mir los ist. Das macht mich sogar ein wenig glücklich.
Ausserdem gibt es hier viel körperliche Nähe. Man gibt sich die Hand, streicht mir über den Rücken oder umarmt mich. Das ist für mich ungewohnt, aber gleichzeitig fühle ich mich schön.
Manchmal fühle ich mich noch unsicher, aber ich habe auch das Gefühl, dass ich hier etwas Neues lerne – nicht nur die Sprache, sondern auch etwas über mich selbst. Das hilft mir.
Deshalb möchte ich weiter versuchen, mit andern in Kontakt zu kommen.